Mit unserem Toilettenhocker stuul haben wir die Hockhaltung salonfähig gemacht. Doch zum perfekten Toilettengang gehört auch die Reinigung – und hier schließt sich für uns ein Kreis.
Buum verwandelt normales Toilettenpapier in ein sanftes Feuchttuch, ohne Rohre zu verstopfen oder fragwürdige Inhaltsstoffe zu enthalten. Natürlich, nachhaltig, made in Austria. Das passt zu uns. Und das ist der Grund, warum Buum jetzt auch im stuul-Shop erhältlich ist!
Aus diesem Anlass haben wir Buum-Gründer Richard Leitgeb zum Gespräch gebeten.
Daniel:
Richard, bei stuul haben wir angefangen, die Hockhaltung beim Toilettengang salonfähig zu machen. Aber der zweite Teil der PoHygiene - das Reinigen - ist ebenso wichtig. Was war der Moment, in dem du wusstest: ‚Hier muss sich etwas ändern?
Richard:
Der Moment war eigentlich weniger ein einzelner Geistesblitz, sondern eher eine Erkenntnis: Wir alle gehen täglich auf die Toilette, aber kaum jemand spricht darüber, wie wir uns danach wirklich reinigen. Dabei ist genau das ein extrem intimer und sensibler Bereich.
Ich habe mich gefragt: Warum akzeptieren wir eigentlich, dass trockenes Toilettenpapier nicht wirklich gründlich genug ist – und Feuchttücher zwar ein sauberes Gefühl geben, aber gleichzeitig ein riesiges Problem für Rohre, Kläranlagen und die Umwelt sind?
Es brauchte also eine Lösung, die sich im Alltag gut anfühlt, aber keine neuen Probleme schafft. Also etwas, das die Vorteile von Feuchttüchern bietet, aber ohne verstopfte Rohre, Plastikverpackungen und fragwürdige Inhaltsstoffe. Genau daraus ist Buum entstanden.

Daniel:
Du sprichst vom ‚Feuchttuch-Dilemma'. Kannst du unseren Lesern erklären, warum Feuchttücher - trotz des sauberen Gefühls - eigentlich keine gute Lösung sind?
Richard:
Feuchttücher fühlen sich im ersten Moment praktisch an. Man zieht eines aus der Packung, reinigt sich und hat das Gefühl: Jetzt ist alles sauber. Das Problem beginnt aber danach.
Viele Feuchttücher landen in der Toilette, auch wenn sie sich im Abwassersystem oft nicht schnell genug auflösen. Selbst Produkte, auf denen „spülbar“ steht, können in Rohren, Pumpen und Kläranlagen Probleme verursachen. Für Gemeinden und Abwasserbetriebe ist das seit Jahren ein großes Problem.
Dazu kommt: Feuchttücher sind in Einweg-Plastikpackungen verpackt, trocknen oft aus, bevor man sie aufbraucht, und enthalten je nach Produkt Inhaltsstoffe, die man an dieser empfindlichen Stelle vielleicht gar nicht täglich verwenden möchte.
Das ist für mich das Dilemma: Man will sich sauberer und frischer fühlen, greift deshalb zu Feuchttüchern – aber bezahlt dafür mit Müll, Kanalproblemen und oft unnötigen Zusätzen.
Daniel:
Es gibt ja bereits Feuchttuch-Sprays und -Gels am Markt. Was macht Buum anders? Was war die größte Herausforderung bei der Entwicklung des Schaums?
Richard:
Der große Unterschied ist die Konsistenz. Ein Spray ist oft zu wässrig, ein Gel manchmal zu klebrig oder ungleichmäßig. Wir wollten etwas entwickeln, das sich sofort intuitiv anfühlt.
Die größte Herausforderung war deshalb ganz klar: Der Schaum muss feucht genug sein, um gründlich und sanft zu reinigen, darf das Papier aber nicht sofort durchweichen oder auflösen. Das klingt simpel, war aber in der Entwicklung der entscheidende Punkt.
Wir haben mehrere Monate lang entwickelt und geforscht, bis wir den Schaum hinbekommen haben, der das Papier nicht durchnässt und beim Wischen nicht sofort zusammenfällt, sondern ein angenehmes Reinigungs Erlebnis bietet.
Außerdem war uns wichtig, dass die Formulierung zur sensiblen Anwendung passt. Deshalb setzen wir auf milde Inhaltsstoffe, unter anderem Aloe Vera, Tenside aus Kokosöl und Bestandteile, wie man sie auch aus der Babykosmetik kennt. Auf Alkohol verzichten wir vollständig.
Daniel:
Für jemanden, der bisher klassisches Toilettenpapier oder Feuchttücher nutzt: Wie funktioniert Buum in der Praxis? Und wie fühlt sich das Ergebnis an?
Richard:
Ganz einfach: Man nimmt wie gewohnt Toilettenpapier, gibt eine kleine Menge Buum-Schaum darauf und verwendet es dann zur Reinigung. Danach kann das Papier ganz normal in der Toilette entsorgt werden.
Das Gefühl ist der wichtigste Punkt. Es ist nicht nass, glitschig oder ungewohnt, sondern einfach sanfter, frischer und gründlicher als trockenes Papier. Viele merken erst bei der Anwendung, wie viel Reibung trockenes Wischen eigentlich erzeugt.
Ich vergleiche das gern mit einem einfachen Bild: Wenn man versucht, etwas Klebriges mit einem trockenen Tuch von der Hand zu wischen, funktioniert es nur begrenzt. Mit etwas Feuchtigkeit geht es viel leichter und angenehmer. Genau dieses Prinzip übertragen wir auf die Toilettenroutine.
Daniel:
Bei stuul sprechen wir oft von der ‚natürlichen Hockhaltung' für einen gesunden Stuhlgang. Wie siehst du die Verbindung zwischen der richtigen Körperhaltung auf dem Toilettenhocker und der anschließenden sanften Reinigung mit Buum?
Richard:
Für mich passen stuul und Buum extrem gut zusammen, weil beide Produkte an derselben Stelle ansetzen: bei einer ganz alltäglichen Routine, die man verbessern kann, ohne sie kompliziert zu machen.
Stuul hilft dabei, den Toilettengang natürlicher und entspannter zu machen. Buum setzt danach an und macht die Reinigung sanfter und gründlicher. Das ist eigentlich ein logischer Kreislauf: Erst unterstützt man den Körper bei dem, was er ohnehin tun soll – und danach reinigt man sich so, dass es sich gut, frisch und respektvoll gegenüber dem eigenen Körper anfühlt.
Ich glaube, viele Menschen unterschätzen, wie stark kleine Routinen unser Wohlbefinden beeinflussen können.
Daniel:
Viele unserer stuul-Kunden achten sehr auf ihre Darmgesundheit und ganzheitliches Wohlbefinden. Welchen Tipp hast du für jemanden, der seine Toilettenroutine nachhaltig verbessern möchte?
Richard:
Mein Tipp wäre: Nicht gleich alles radikal verändern, sondern bei den kleinen Dingen anfangen, die man wirklich täglich macht.
Eine gute Toilettenroutine beginnt für mich schon vor dem eigentlichen Toilettengang: mit ausreichend Flüssigkeit, einer ballaststoffreichen Ernährung, genug Bewegung und dem bewussten Umgang mit dem eigenen Körper. Gerade Ballaststoffe aus Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten oder Samen können die Verdauung unterstützen und dazu beitragen, dass alles regelmäßiger und entspannter funktioniert.
Auf der Toilette selbst besteht die Routine dann im Grunde aus drei Teilen: wie wir sitzen, wie entspannt wir uns Zeit nehmen und wie wir uns danach reinigen. Wenn man diese Punkte bewusst verbessert, hat das einen großen Effekt.
Also: dem Körper eine natürlichere Haltung ermöglichen, nicht unter Stress auf die Toilette gehen und danach auf sanfte Reinigung statt aggressive Reibung setzen. Gerade bei empfindlicher Haut, beim Reisen, beim Sport, während der Periode oder bei langem Sitzen im Büro macht das einen spürbaren Unterschied.
Daniel:
Richard, vielen Dank für dieses offene Gespräch! Es ist schön zu sehen, wie viel Herzblut in Buum steckt - und wie gut unsere Produkte zusammenpassen. Wir freuen uns riesig, Buum ab sofort in unserer stuul-Familie begrüßen zu dürfen.
Richard:
Danke euch, Daniel. Für uns ist die Zusammenarbeit mit stuul wirklich naheliegend, weil wir beide ein Thema enttabuisieren, das jeden betrifft, über das aber kaum jemand offen spricht.
Gemeinsam zeigen wir: Gute Po-Hygiene muss nicht kompliziert, unangenehm oder umweltschädlich sein. Sie kann einfach, sanft und nachhaltig sein – und sich trotzdem richtig gut anfühlen.
Wir freuen uns sehr, dass Buum jetzt Teil der stuul-Familie ist.
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