Hämorrhoiden, Verstopfung, langes Sitzen auf der Toilette – diese Probleme kennen viele. Die Lösung ist medizinisch längst bekannt: eine natürliche Hockposition. Doch seien wir ehrlich: Die meisten Toilettenhocker sehen aus wie ein Kinder-Töpfchen oder ein medizinisches Hilfsmittel aus dem Sanitätshaus. Kein Wunder, dass sie im Schrank verschwinden, sobald Gäste kommen. Doch Verdauungsgesundheit und ästhetisches Design müssen sich nicht ausschließen. Moderne Lösungen verbinden beides – für ein Bad, das Gesundheit fördert, ohne Kompromisse beim Interior-Design.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erwachsene benötigen eine medizinisch korrekte Hockposition (35°-Winkel), um den Darm vollständig zu entleeren.
  • Standard-Hocker sind oft Stolperfallen und optische Störfaktoren – deshalb werden sie weggeräumt und nicht genutzt.
  • Moderne Lösungen wie stuul verbinden Ergonomie mit Design und fügen sich unauffällig ins Badezimmer ein.
  • Die Hockposition hilft präventiv gegen Hämorrhoiden, Reizdarm und chronisches Pressen – wissenschaftlich belegt.

Was ist ein Toilettenhocker für Erwachsene?

Ein Toilettenhocker für Erwachsene ist ein ergonomisches Hilfsmittel, das die Füße vor der Toilette erhöht, um die natürliche Hockposition (Squatting) zu simulieren. Im Gegensatz zu Tritthockern für Kinder sind sie auf die Körpergröße und das Gewicht von Erwachsenen sowie die Höhe von Standard-WCs ausgelegt.

Die Wissenschaft: Warum wir „falsch" auf der Toilette sitzen

Das Problem beginnt mit dem modernen Sitz-WC. In der klassischen 90°-Sitzposition bleibt der Musculus puborectalis – ein wichtiger Beckenbodenmuskel – aktiv. Dieser Muskel bildet eine Schlinge um den Enddarm und knickt ihn wie einen Gartenschlauch ab. Das ist evolutionär sinnvoll: Im Stehen und Gehen verhindert dieser Mechanismus ungewollte Darmentleerungen. Auf der Toilette wird er jedoch zum Problem.

Beim Sitzen muss der Stuhl quasi „um die Kurve" gepresst werden. Das führt zu unnötigem Druck, längerer Verweildauer und erhöht das Risiko für gesundheitliche Probleme. Die Lösung ist simpel: Durch das Anheben der Beine entsteht ein 35°-Winkel zwischen Oberschenkel und Oberkörper, der den Puborectalis-Muskel entspannt. Der Knick im Darm verschwindet – und der Stuhlgang wird zum Kinderspiel.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Vollständige Entleerung – keine Rückstände, weniger Blähungen
  • Geringerer Pressdruck – schützt vor Hämorrhoiden und Analfissuren
  • Entlastung des Beckenbodens – besonders wichtig nach Schwangerschaften oder bei Inkontinenz
  • Verkürzte Toilettenzeit – weniger Sitzen, mehr Effizienz

Studien, u. a. von Sikirov (2003) und Modi et al. (2019), belegen diese Effekte wissenschaftlich. In Regionen, wo Hocktoiletten üblich sind, sind Hämorrhoiden deutlich seltener.

Toilettenhocker vs. Tritthocker: Wo ist der Unterschied?

Viele greifen zu improvisierten Lösungen: ein IKEA-Hocker, ein Stapel Bücher, der alte Kindertritthocker aus dem Badezimmerschrank. Doch diese Behelfslösungen haben gravierende Nachteile:

Falsche Höhe: Kinderhocker sind oft zu niedrig, um den medizinisch wirksamen 35°-Winkel bei Erwachsenen zu erreichen. Standard-Tritthocker hingegen sind häufig zu hoch und unbequem.

Fehlende Standfläche: Schmale Tritthocker bieten erwachsenen Füßen nicht genug Platz – Rutschgefahr auf Fliesen inklusive.

Keine ergonomische Aussparung: Ein spezieller Toilettenhocker ist exakt auf die Form und Höhe von Standard-WCs abgestimmt. Improvisierte Lösungen passen nicht, stehen im Weg oder kippen.

Ein echter Toilettenhocker für Erwachsene ist kein Zufallsprodukt, sondern ein durchdachtes Werkzeug für die tägliche Gesundheitsroutine.

Das Design-Problem: Warum die meisten Hocker im Schrank verschwinden

Hier liegt der Hund begraben: Gesundheit ist unsichtbar, Design ist sichtbar. Der klassische weiße Plastikhocker sieht aus wie ein Relikt aus dem Krankenhaus oder Pflegeheim. Er schreit förmlich „medizinisches Hilfsmittel" – und genau das wollen die wenigsten in ihrem stilvoll eingerichteten Badezimmer sehen.

Die Folge? Der Hocker wandert unters Waschbecken, in den Schrank oder hinter die Tür – und wird nur noch sporadisch genutzt. Damit geht der gesundheitliche Effekt verloren. Denn Routine entsteht nur durch Sichtbarkeit und niedrige Nutzungshürden.

Die Lösung: Der Toilettenhocker muss ein Möbelstück sein, kein Hilfsmittel. Er sollte so gestaltet sein, dass man ihn gerne stehen lässt – als Teil des Interior-Designs, nicht als störendes Fremdkörper. Modernes Design, hochwertige Materialien und eine durchdachte Form machen den Unterschied.

Vergleich: Design-Hocker (stuul) vs. Standard-Plastikhocker

Merkmal Standard-Hocker aus Plastik oder Holz Designer-Hocker (z. B. stuul)
Optik Funktional, medizinisch, oft sperrig Ästhetisch, unauffällig, Design-Objekt
Material Hartplastik (kalt) oder Hölzer zweifelhafter Herkunft & Gewinnung, wie beispielsweise Bambus. Umweltschonendes EPP (warm, leicht, robust, hautfreundlich)
Platzbedarf Nimmt viel Raum ein, Stolperfalle Zerlegbar (2 Teile), stapelbar, „unsichtbar“
Zielgruppe Eher nicht design-affin / nur für Reha-Zwecke Lifestyle-orientierte Erwachsene, Familien
Hygiene Oft schwer zu reinigende Kanten Abwischbar, resistent, sterilisierbar
Gewicht Schwer, unhandlich Federleicht (über 90 % Luft im Material)
Nachhaltigkeit Billigproduktion, oft Fernost Made in Germany, klimaneutral, 100 % recycelbar

Das EPP-Material (Expandiertes Polypropylen) ist dabei ein echter Game-Changer: Es ist extrem belastbar, immer angenehm warm (nie kalt wie Plastik), hautfreundlich, wasserabweisend und dennoch so leicht, dass selbst Kinder es problemlos handhaben können.

Kaufberatung: Worauf Sie bei einem Hocker für Erwachsene achten müssen

Beim Kauf eines Toilettenhockers sollten Sie folgende Punkte beachten:

✅ Die richtige Höhe: Idealerweise zwischen 17 und 25 cm – abhängig von Ihrer Körpergröße und der WC-Höhe. Der Winkel zwischen Oberschenkel und Oberkörper sollte etwa 35° betragen.

✅ Stabilität & Sicherheit: Achten Sie auf eine rutschfeste Unterseite, besonders auf glatten Fliesen. Das Material sollte auch bei höherem Gewicht formstabil bleiben.

✅ Handling: Muss der Hocker täglich verstaut werden? Oder steht er jederzeit bereit? Lösungen mit Stecksystem sind praktischer und fördern die tägliche Nutzung.

✅ Material: Ist es hautverträglich, warm an den Füßen und leicht zu reinigen? Kaltes Hartplastik kann unangenehm sein, besonders im Winter.

✅ Ästhetik: Passt der Hocker optisch zu Ihrem Bad? Je besser er sich einfügt, desto eher wird er dauerhaft genutzt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hoch sollte ein Toilettenhocker für Erwachsene sein?

Ideal sind etwa 17–25 cm Höhe, abhängig von der individuellen Beinlänge und der Höhe Ihres WCs. Entscheidend ist der resultierende Winkel: Oberschenkel und Oberkörper sollten einen spitzen Winkel von etwa 35° bilden.

Hilft ein Hocker wirklich gegen Verstopfung?

Ja. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Hockposition die Entleerungszeit signifikant verkürzt und den Aufwand reduziert. Der Puborectalis-Muskel entspannt sich, der Darm wird nicht mehr abgeknickt – der Stuhlgang erfolgt ohne Pressen.

Ist der stuul auch für schwere Personen geeignet?

Absolut. Hochwertiges EPP-Material ist extrem belastbar und formstabil, auch bei höherem Körpergewicht. Es behält seine Form über Jahre hinweg und ist dabei federleicht in der Handhabung.

Kann ich den Klohocker auch auf Reisen mitnehmen?

Das kommt auf das Modell an. Zerlegbare Systeme wie der stuul sind kompakt und leicht – viele Nutzer berichten, dass sie ihn auf längeren Reisen vermisst haben und daher jetzt mitnehmen.

Ist ein Toilettenhocker hygienisch?

Moderne Hocker aus EPP sind wasserunlöslich, geruchlos und leicht zu reinigen – sogar sterilisierbar. Im Vergleich zu porösen Kunststoffen oder Holz bieten sie deutlich bessere Hygieneeigenschaften.

Fazit & Empfehlung

Gesundheit beginnt im Darm – aber das Auge „kackt" mit. Ein Toilettenhocker ist kein Nice-to-have, sondern ein sinnvolles Investment in Ihre Verdauungsgesundheit. Entscheidend ist jedoch, dass Sie ihn auch wirklich nutzen. Und das tun Sie nur, wenn er nicht im Weg steht, nicht stört und optisch überzeugt.

Moderne Design-Hocker wie der stuul beweisen, dass medizinische Funktion und ästhetischer Anspruch kein Widerspruch sein müssen. Made in Germany, aus nachhaltigem EPP-Material, zerlegbar und in verschiedenen Farben erhältlich – so wird Darmgesundheit zum selbstverständlichen Teil des Alltags.

Investiere in deine Darmgesundheit mit einem Hocker, den du nicht verstecken musst. Dein Körper wird es dir danken – und dein Badezimmer bleibt, was es ist: ein Wohlfühlort.

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